Wir sind eine Gastroenterologische Schwerpunktpraxis
Gastroskopie (Magenspiegelung)
Mit einem flexiblem kleinfingerdickem Gastroskop wird durch den Mund über den Rachen in die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm gesehen. Bei der Einführung des Gerätes verspürt man einen leichten Würgereiz bei der Passage des Rachendaches, konzentrieren Sie sich auf eine ruhige Atmung und folgen Sie den Anweisungen des Arztes. Sie können die Untersuchung entweder nur mit Rachenbetäubung gegen den Würgereiz oder mit einer Betäubungsspritze bekommen. Die Spritze bewirkt einen leichten Schlaf, so dass Sie die Untersuchung nur im Dämmerzustand oder gar nicht mitbekommen. Sollten Sie sich eine Spritze geben lassen, sind Sie anschließend wegen verlangsamter Reaktion ca. 24 Std. nicht verkehrstüchtig. Bringen Sie deshalb eine Begleitperson zur Abholung mit, alternativ können Sie sich mit einem Taxi nach Hause bringen lassen.
>> Am Tag der Untersuchung kommen Sie bitte nüchtern (Nichts essen, nicht rauchen, ein Glas klares Wasser ist erlaubt)!
Coloskopie (Darmspiegelung)
Mit einem flexiblem fingerdickem Coloskop wird der Dickdarm über den Anus bis zum Übergang in den Dünndarm angesehen. Der Dickdarm hat einige Kurven und Schlingen, an denen es bei der Passage etwas schmerzhaft sein kann, da die Ecken an bindegewebigen Aufhängungen befestigt sind, die mit dem Bauchfell verbunden sind. Sollte Ihr Bauch voroperiert sein, können auch Narben zu Zugschmerzen führen. Vor der Untersuchung erhalten Sie eine Spritze mit einem Betäubungs- und einem Schmerzmittel, welches Sie in einen Dämmerzustand versetzt. Sollten Sie zwischendurch doch Schmerzen empfinden, atmen Sie ruhig weiter in den Bauch; die Assistentin wird Sie zusätzlich drehen und mit der Hand Ihren Bauch drücken, das alles hilft die Kurven des Dickdarmes zu passieren.
>> Zur Vorbereitung holen Sie sich bitte einige Tage vorher die Lösung zur Darmentleerung mit Information zur Anwendung ab. Die Vorbereitung wird einen Tag vor der Untersuchung durchgeführt (Abführmaßnahmen, nur flüssige Nahrungsaufnahme).
Rektoskopie/ Proktoskopie (Enddarmspiegelung)
Mit einem Metallhohlinstrument wird in Steinschnittlage (Lage auf dem Rücken mit hochgelegten, gespreizten Beinen) zunächst der Anus und der Analkanal angesehen, anschließend wird mit einen längeren Metallhohlinstrument unter leichtem Lufteinblasen das Rektum (Enddarm) untersucht. Ev. ist ein kleines Klistier zur Vorbereitung notwendig.
Hämorrhoidentherapie
Bei der Proktoskopie (s.o.) können Hämorrhoiden mit dem Grad ihrer Ausprägung gesehen werden. Die Behandlung erfolgt entsprechend der Gradeinteilung:
- Hämorrhoiden Iº: Infrarotkoagulation (Schleimhaut oberhalb der Hämorrhoide wird mit punktförmiger Wärmeapplikation koaguliert, bes. bei Hämorrhoidenblutungen)
- Hämorrhoiden IIº: Gummibandligatur (die Hämorrhoide wird mit einem speziellen Gerät angesaugt und bekommt ein Gummiband übergestülpt, innerhalb der nächsten 10 Tage vertrocknet die Hämorrhoide und fällt ab)
- Hämorrhoiden III-IVº: werden im Krankenhaus operativ entfernt









